Haarausfall am ganzen Körper

Während Haarausfall bei Männern sehr häufig vorkommt, gibt es nur wenige, die am gesamten Körper unter Haarausfall leiden. Dabei wird die sogenannte Alopecia universalis auch häufig aus Scham von den Betroffenen verschweigen. Die Gründe für diese Erkrankung, können vielseitig sein. Der körperbedingte Haarausfall wird von Medizinern zwar als kosmetisches Problem gesehen, jedoch ist es für den Betroffenen weit mehr als nur ein Schönheitsdefizit.
Welche Gründe für den Haarausfall am Körper vorliegen können und wie man sich Abhilfe schaffen kann, möchten wir hier erklären.

Die Hormone spielen eine große Rolle

Fallen Haare nicht nur am Kopf aus, sondern sind Beine, Intimregion, Arme oder auch die Augenbrauen betroffen, so sollte der Betroffene zunächst seinen Hormonstatus überprüfen lassen. Hormone sind als biochemische Botenstoffe für die Regulation der Haare verantwortlich und können somit, bei Produktion von zu wenigen Hormonen, Haarausfall am ganzen Körper verursachen.
Heute wissen Mediziner, dass der Hormonstatus, besonders bei Frauen, durch den Zyklus immer wieder durcheinander gebracht wird. Auch die Pille oder im Alter die Wechseljahre haben einen enormen Einfluss auf den Hormonstatus. Deshalb sollte man bei Haarausfall am ganzen Körper immer erst einen Hormonstatus beim Hausarzt machen lassen. Dieser kann dann sagen ob hier eine Störung der Hormone vorliegt.

Auch die Schilddrüse kann schuld sein

Kann der behandelnde Arzt im Hormonstatus keine Auffälligkeiten entdecken, die als Ursache des Haarausfalls hindeuten, sollte er die Schilddrüsenwerte seines Patienten genauer ansehen. Die Schilddrüse regelt zum einen zwar die Bildung der wichtigen Hormone, ist aber auch für das Wachstum von lebenswichtigen Zellen verantwortlich. Nicht selten liegt bei einer Unterfunktion der Schilddrüse Haarausfall als Symptom der Erkrankung vor.
Medikamente können in diesem Fall helfen, die Schilddrüse wieder zu regulieren und den Haarausfall zu stoppen. In manchen Fällen kann diese Zeit des Haarwachstums auch mit Streuhaar überbrückt werden. Dieses unechte Haar ist vom echten kaum zu unterscheiden und deckt zuverlässig undichte Stellen ab.

Vererbbare Krankheit

Fallen nach und nach Kopfhaare, Wimpern, Nasenhaare und Intimbehaarung aus, so kann in manchen Fällen auch eine Veränderung des Chromosoms HR vorliegen. Dies wird bei Betroffenen durch erbliche Mutation so verändert, dass das Wachstum der Haare massiv gestört ist. Betroffenen wachsen keine Haare auf dem Körper. Dies hat nicht nur kosmetische Folgen, sondern kann auch die Gesundheit gefährden, denn wenn Nase oder Ohren nicht durch feinste Härchen geschützt werden, können ungehemmt Bakterien in den Körper eindringen. Haare sind also nicht nur schön und schmücken den Träger, sondern haben auch eine lebenswichtige Funktion.

Mangelerscheinung

Fallen plötzliche Haare aus, und kann der Facharzt eine Erkrankung ausschließen, so kann auch ein Mangel an Vitaminen oder Mineralstoffen vorliegen. Durch eine schlechte Lebensweise, zu viel Fast Food oder die Einnahme von Medikamente nehmen wir stetig Veränderungen an unserem Körper vor, die er oft nicht ausgleichen kann. Fehlen dem Körper wichtige Minerale oder Vitamine, so kann er mit nicht selten mit Haarverlust reagieren.
Ein gesunder Lebensstil, der Lebensmittel mit Zink, dem für das Haarwachstum verantwortliche Spurenelement, beinhaltet, kann häufig schon helfen, dass das Haar wieder gesund und prächtig nachwächst.
In jedem Fall sollte man aber bei Alopecia universalis zunächst den Hausarzt aufsuchen um Erkrankungen ausschließen zu können.

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